Sonntag, 4. Januar 2015

KenFM im Gepräch mit: René Zeyer ("Armut ist Diebstahl")

Eines der häufigsten Argumente derer, die Verständnis für PEGIDA-Demonstranten haben oder selber zu ihnen zählen lautet, dass man vor allem auch jene Menschen beschützen müsse, die auf soziale Leistungen tatsächlich angewiesen seien. Wer jeden an die fetten Tröge des Sozialstaates heranlasse, nehme den wirklich Bedürftigen die letze Chance.

Ja, es gibt sie, Menschen, die den Sozialstaat für einen Selbstbedienungsladen halten, die die Unterstützung nicht wirklich brauchen und auch nicht vorhaben, die in Anspruch genommene Hilfe nur auf Zeit zu nutzen, sondern für immer. Klassische Trittbrettfahrer. Menschen, die über wenig Ehrgeiz oder persönlichen Anspruch an sich selbst verfügen, für die ein parasitäres Verhalten sogar als schlau gilt. Aber - Menschen, die so ticken, sind die Minderheit.

Und schon sind wir beim größten Arbeitgeber der Republik. In der Armutshilfe finden über eine Million Menschen weit mehr als Lohn und Brot. Es handelt sich um eine Art von Industriezweig.
Krisenfest, da er nur eingehen kann, wenn Krisen als solche verschwinden.

Krisen aber entstehen zwangsläufig als Spin-off des Kapitalismus, und so ist die hier beschriebene Industrie ein global wachsender Markt. Die Rede ist vom unüberschaubaren Netzwerk sogenannter Wohltätigkeitsorganisationen. Hier werden allein in der BRD jedes Jahr dutzende von Millionen gesammelt und Steuergelder bewilligt. Spenden für die Ärmsten der Armen. Im In- und Ausland.

Nur, was geschieht mit diesen Unsummen? Wie werden sie eingesetzt? Und vor allem: Wie hoch sind die Kosten für die Infrastruktur der Verteilenden?

René Zeyer ist ein Journalist, dessen Eltern vom damals noch real existierenden Sozialismus derart enttäuscht waren, dass sie mit ihrem Sohn in die Schweiz zogen. Zeyer arbeitete hier Jahrzehnte für die großen Pressehäuser des Landes. Z.B. für die
NZZ, die Neue Zürcher Zeitung. Die schickte ihn unter anderem nach Kuba und leistete sich mit ihm über zehn Jahre den einzigen deutschsprachigen Auslandskorrespondenten bei Fidel Castro.

Zeyer hat sich immer auch mit Ökonomie und den großen Geldströmen des Planeten beschäftigt. Er gehört zu den fundiertesten Kritikern des Dollar-Imperiums, ist aber eben auch ein Mann, der in unserem System der garantierten Rettung durch zuvor eingesammelte Unsummen extrem unbequeme Fragen stellt. Etwa ob es sich lohnt, Milliarden in Dritte-Welt-Staaten zu pumpen, wenn dort keinerlei Garantie existiert, dass das Geld nicht zweckentfremdet wird?

Ist der Preis der sammelnden Organisationen nicht obszön hoch? Wer kassiert hier eigentlich den Löwenanteil und wer schaut in die Röhre?

Zeyer kommt zu bitteren Ergebnissen. Der Großteil des Geldes, das für Bedürftige zur Verfügung steht, erreicht die, die es benötigen, nie! Rund 50% bleiben in den Händen derer, die es verwalten und verteilen. Skandale wie die Dienstwagen-Affäre des Maserati-fahrenden "Treberhilfe Berlin“-Chefs Harald Ehlert sind die krassen Ausdrucksformen dieser Veruntreuung.

Zeyer weiß, das schon der Titel seines Buches "Armut ist Diebstahl - Warum die Armen uns ruinieren" provoziert, aber er ist nicht angetreten, um sich lieb Kind zu machen. Dafür hat das Thema einen zu ernsten Hintergrund. Zeyer will, dass gerade der spendable Humanist genau hinsieht, was mit seinen Hilfsgeldern geschieht, wie aber vor allem die Bedürftigen erneut betrogen werden.
Zeyer will, dass wir an die Wurzeln des Übels gehen und uns vor allem mit Tatsachen auseinandersetzen, die wenig geeignet sind, um unserem Gewissen Verdrängung zu garantieren. Unbequeme Wahrheiten.

Wir trafen den Publizisten in Zürich, wo er u.a. für journal21.ch schreibt. Ein 90-minütiges Gespräch, das auf einen Satz eingedampft ein Zitat von John Doe im Thriller „Seven" nötig macht:

„Wenn man möchte, dass die Menschen einem zuhören, reicht es nicht, ihnen mit dem Finger auf die Schulter zu tippen; Du musst sie mit einem Vorschlaghammer treffen.“

http://www.kenfm.de



PEGIDA im Freiheitscheck

http://www.freiwilligfrei.info/
Part 2 des Jahresrückblickes von FreiwilligFrei:
PEGIDA im Freiheitscheck: Wir haben uns das Positionspapier von PEGIDA angesehen und die 19 Punkte freiheitlich beleuchtet. Viele Punkte fordern noch mehr Gesetze, noch mehr staatliche Regulationen und noch mehr Eingriffe in die persönliche Freiheit. Wie sieht es generell mit Demos als Instrument der Politik aus? Welche Alternativen gibt es?





Four Horsemen Reiter Der Apokalypse (Deutsche Version)

Die Vier Reiter der Apokalypse (Deutsche Version)



Charlie Chaplin - Selbstliebe

Selbstliebe

"Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin 
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, 
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man „REIFE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, 
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, 
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten. 
Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN!"

Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959



Samstag, 3. Januar 2015

Warum Sie Hitler Wählten Teil 1 und 2

Bekenntnisse von NSDAP-Jungwählern Seit über 70 Jahren wird gerätselt, warum gerade die Jungwähler, die 1933 zum ersten Mal an die Wahlurne gehen durften, ihr Kreuz bei der Partei Adolf Hitlers machten und so erheblich mit dazu beitrugen, dass bei den letzten Reichstagswahlen im Deutschen Reich am 5. März 1933 die NSDAP als klarer Wahlsieger hervorging. In der zweiteiligen Dokumentation kamen die Jung- und Erstwähler von damals zum ersten und einzigen Mal im deutschen Fernsehen selbst zu Wort: Es ist kein Film über sie, sondern ein Film von und mit ihnen. Ungeschminkt berichten sie in der Rückschau ihrer Erinnerungen über den Niedergang der Weimarer Republik und über die Chancen, die sie sich aus ihrer damaligen Sicht durch die Wahl der NSDAP erhofften. Dabei spielen die Innen- und Wirtschaftspolitik mit der hohen Arbeitslosigkeit auf der einen und das als "nationale Schande" empfundene Versailler Diktat mit seinen zahlreichen Gebietsabtrennungen und den hohen Reparationsleistungen auf der anderen Seite entscheidende Rollen. Während sich der erste Teil mit der Reichstagswahl am 5. März 1933 befasst, wendet sich der zweite Teil der Frage zu, warum die Wähler sich nach fünf Jahren Regierungszeit der NSDAP bei der Volksabstimmung anlässlich des Anschlusses Österreichs am 10. April 1938, bei der es auch um ein Votum über die ersten Jahre der Herrschaft Hitlers im Deutschen Reich ging, wieder mit hoher Mehrheit für die Nationalsozialisten entschieden.




Teil1: http://youtu.be/3vtfdfILdAw





Teil2: http://youtu.be/_SBDLu2Vl-A


Freitag, 2. Januar 2015

"Wenn das die Deutschen wüssten" - Daniel Prinz - Jesuiten, BRD GmbH & a...

"Wenn das die Deutschen wüssten" - Daniel Prinz - Jesuiten, BRD GmbH & andere Weltvereinfacher


Seminar mit Jörg Bergstedt: "Sog. "Verschwörungstheorien": Woher kommen sie? Was bewirken sie? Und was ist von ihnen zu halten?" - Den Kopf entlasten: Kritik anti-emanzipatorischer Positionen in politischen Bewegungen - "Monsanto ist schuld!". 
"Nein, die Bilderberger". "Quatsch, das Finanzkapital macht alles kaputt". "Hinter allem stecken zwei Bankierfamilien". "Europa wird immer mehr amerikanisiert". 
"Geht doch gar nicht, weil die BRD ohnehin von den USA besetzt ist". Oder gar nicht existiert ...
So oder ähnlich klingen viele Erklärungsmodelle für die Ursachen empfundener Missstände. Was sie gemeinsam haben: 
Sie vereinfachen, verkürzen komplexe Herrschaftsanalysen und spielen mit den Mitteln des Populismus. 
Statt Menschen zu eigenständigem Denken und kritischem Hinterfragen anzuregen, wandeln sie Ohnmacht oder Empörung in billige Zustimmung - zwecks politischer Beeinflussung, Sammeln von Anhänger_innen und Wähler_innen oder auf der Suche nach dem schnöden Mammon in Form von Spenden und Mitgliedsbeiträgen. 
Vor allem aber können sie gefährlich sein, wenn plumpe Feindbilder und verkürzte Ursache-Wirkungsketten zu einem Hass gegen Bevölkerungsgruppen führen, denen die Schuld für das Böse auf der Welt zugeschoben wird - der Antisemitismus ist nur ein Beispiel dafür, die Folgen sind bekannt.
In kurzen Vorträgen Workshops und Diskussionen werden Prinzipien vereinfachter Welterklärungen benannt und dann Beispiele vorgestellt, über die jeweils auch kurze Debatten möglich sind. Abschluss ist eine 8-Punkte-Liste für skeptisches Denken.
Infoseiten: http://www.kopfentlastung.de.vu - Referent: Jörg Bergstedt.


1/6 http://youtu.be/VSiscao4vzA
2/6 http://youtu.be/aStCLfs9944 
3/6 http://youtu.be/KRMCLzjGscQ 
4/6 http://youtu.be/gug8UmeBznA 
5/6 http://youtu.be/m3jca9C0wi0 
6/6 http://youtu.be/9qCVPNyR_KY